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Donnerstag, 02.08.2012 08:40 Alter: 6 Jahre

Die Psyche- oder wenn Amors Pfeil trifft

Der griechische Name für den Schmetterling ist Psyche, und das gleiche Wort bedeutet, die Seele. Es gibt nichts Vergleichbares und schöneres, dass die Unsterblichkeit der Seele besser darstellt. Wie schön ist es wenn der Schmetterling nach langer Zeit der Reifung den Cocon durch eigene Kraft zerbersten lässt und seine Flügel und sein wahres Wesen zu voller Pracht entfaltet.   Ein Synonym für die gereinigte Seele die von Leiden, Glaubenssätzen und falschen Wahrnehmungen gereinigt ist und nun das wahre Glück genießen kann


Psyche war ein liebliches Mädchen, dessen Schönheit von allen so bewundert wurde, dass man sie oft die zweite Venus nannte.

Diese war darüber nicht erfreut um beschloss daher Psyche zu verderben. Sie befahl ihrem Sohn Amor Psyche mit dem Pfeil des Schmerzes zu treffen damit Psyche sich in den niederträchtigsten Menschen verlieben sollte.

Amor beeilte sich die Wünsche seiner Mutter durchzuführen, kaum sah er aber das liebreizende Geschöpf verliebte er sich auch schon in sie.

Er entführt sie in einen Palast, umgeben von ewig blühenden Gärten, wie sie an seiner Seite das höchste Glück genoss. Doch Psyche konnte Amor nicht sehen weil er sie nur in der dunklen Nacht besuchte und ihr verbot ihn anzusehen und ihm nachzuforschen.

Psyche äußerte eines Tages den Wunsch ihre Schwestern zu sehen und damit nahm das Unheil seinen Lauf. Aus Neid über das Glück der Schwester redeten sie Psyche ein an ihrer Seite würde nachts ein Ungeheuer ruhen und dass es ihre Pflicht wäre dieses Ungeheuer zu ermorden. In ihrer Todesangst die Beute eines Ungeheuers zu sein nahm Psyche ein Lampe, die sie im verborgenen aufbewahrt hatte und wollte mit dem Dolch gerade den Todesstreich ausführen da sah sie  einen Schmetterling, der  auf  ihrem sanft schlafenden Gefährten ruhte. Sie konnte den Blick nicht von ihm wenden und als ein Tropfen Öl aus der Lampe auf die Schulter des Gefährten tropfte erwachte dieser. Amor war wütend, dass Psyche seiner Bitte nicht gefolgt war und so verließ er sie und lies eine verzweifelte Psyche zurück. Die Unglückliche suchte den Geliebten überall, um kam zuletzt selbst in den Palast der Venus. Diese war unedel genug um die Arme als Dienerin auf das Härteste zu behandeln, ihr Aufträge zu geben die auf die Vernichtung von Psyche hinaus liefen. Letztendlich gelang es Psyche jedoch alle Aufträge von Venus zu erfüllen weil sie immer noch die Liebe Amors in ihrem Herzen trug, der ihr so unsichtbar beistand und sie aus jeder Gefahr rettete.

Amor bat nun Jupiter um die Erlösung seiner Geliebten und so wurde sie in als Unsterbliche in den Olymp mit aufgenommen und mit Amor auf das Feierlichste verbunden.

Seit dieser Zeit soll sich der „Gott der Liebe“ von der Erde zurück gezogen haben und nur noch sein Bruder Pothos ( das Verlangen) die Herrschaft über die Menschen führen.

Das Wort Psyche bedeutet im Griechischen Seele. Die Geschichte Amors und der Psyche ist daher nichts anderes als eine Allegorie, das Bild der menschlichen Seele, die durch Leiden geläutert und so auf den Genuss reiner und echter Freude vorbereitet und empfänglich gemachte wird.

Der Mythus ist sehr spät entstanden. Man findet ihn zuerst bei Apulejus der 130 n. Chr.. geboren wurde.  Psyche wird gewöhnlich mit Schmetterlingsflügel oder mit einem Schmetterling auf offener Hand dargestellt.